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Ein Mensch

18. August 2012

Ein Mensch, der meistens recht verbissen
und von Natur aus dienstbeflissen,
sagte sich, nun ist’s soweit,
nun üb’ ich mich in Heiterkeit.

Er warf den Schlips in eine Ecke
und kaufte eine Bierpalette.
Dann malte er die Nase rot
und aß nur noch Rosinenbrot.

Die Arbeit ließ er Arbeit sein
und gründete einen Verein.
Carpe diem, so der Name,
er entwarf auch eine Fahne.

Sein Chef, der fand das gar nicht toll
und hatte bald die Nase voll.
So hatte unser Mensch viel Zeit
für seine neue Heiterkeit.

Da war er nun, im Freizeitstress
und irgendwann voller Agress.
Dann kaufte er sich ein Gewehr
und erschoss ein Menschenheer.

Die Polizei fand das nicht gut,
da verliess ihn schnell der Mut.
Der Mensch sprang in den Rhein hinein
und versank dort wie ein Stein.

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3 Kommentare leave one →
  1. musikhai permalink
    18. August 2012 18:43

    Gut gereimt! :))

  2. muttimeckert permalink
    19. August 2012 18:18

    Frei nach Eugen Roth?

  3. schattenzwerg permalink
    24. August 2012 07:36

    sehr gut und so genau treffend …

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