Gelesen: Der Geschmack von Apfelkernen
Ich bin ja einer dieser Menschen, die ständig irgendein Buch lesen müssen, weil mir sonst etwas fehlt, gerne auch mal abends vor dem Einschlafen, wohl wissend, dass ich am nächsten Tag eventuell 1-2 Seiten zurückblättern muss, weil ich bei der Lektüre doch schon zu müde war.
Dieses Mal gelesen: Der Geschmack von Apfelkernen von Katharina Hagena
Die Geschichte spielt irgendwo in Norddeutschland. Iris hat das Haus von Großmutter Bertha geerbt und verbringt dort nun einige Tage mit vielen Erinnerungen an vergangene Zeiten. Es geht um alte Lieben, um Iris’ Mutter und ihre beiden Schwestern, um Iris’ Cousine – und natürlich um Apfelbäume.
Ich hatte das Buch schon länger auf der Leseliste und war auf diesen Erstling der Autorin gespannt, zumal die Rezensionen ja sehr vielversprechend klangen.
Die positive Nachricht: Es ist kein Kitsch-Roman. Wer Schmalz und anrührenden Herzschmerz erwartet, sucht diesen vergebens. Zwar ist die Zielgruppe für die 256 Seiten ganz eindeutig die weibliche Fraktion, es lässt sich aber dennoch angenehm lesen.
Die schlechte Nachricht: Ich mag es, wenn die Figuren, die in einem Roman vorkommen, eine gewisse Tiefe haben. Ich muss mich nicht mit den Charakteren identifizieren können, aber ihr Denken und Handeln muss für mich nachvollziehbar und unterfüttert sein. Diese Tiefe habe ich im gesamten Buch vergeblich gesucht. Die Geschichte kommt recht schmächtig daher, und an manchen Stellen möchte man Frau Hagena kurz am Ärmel zupfen und ihr zurufen: “Hier, genau an dieser Stelle sollten Sie mehr erzählen. Und da, schauen Sie mal, die Figur dort schreit förmlich danach, genauer von Ihnen beschrieben zu werden.”
Und so bleibt es eine nette, aber harmlose Geschichte ohne wirklichen Tiefgang. Die Geschehnisse mäandern vor sich hin, hinterlassen aber keinen bleibenden Eindruck.
Mein Fazit: harmlos, kann ruhig versehentlich in einem Ferienhaus vergessen werden, würde ich kein 2. Mal lesen.



Und da du dieses Buch auch kein zweites mal lesen würdest möchtest du uns also davor Warnen?
Das Buch ist schlecht. Denis Scheck würde sagen “Schade um die Bäume, die dafür sterben mussten.” Da ist “plätschern” ist noch nett ausgedrückt von dir, es dümpelt. Außerdem sind Buchtitel, die man genauso auf ein Wort verkürzen könnte (hier: Marzipan) schon grundsätzlich doof. So jetzt ist es raus.
(Man beachte bei der Beurteilung meiner Rezension, dass ich ein Mann bin. Bei ähnlicher Trivialliteratur (z.B. Francois Lelord) hatte ich jedoch durchaus meinen Spaß.)
Ich hab´s gelesen als ich krank war…leichte Lektüre…dafür war es gut.
Sagen Sie mal Frollein Quadratmeter, Sie sind nicht etwa mit Dr.Borstel verwandt???
Oder: Skandal, Sie SIND Dr.Borstel, der seiner weiblichen Seite Entfaltungsmöglichkeiten geben möchte!?
Ihr Schreibstil erinnert mich schon sehr an ihn…
Tja, wer weiß …
Ohne Bücher geht’s bei mir auch nicht, aber ich komme ja eher so aus der Fantasy-Ecke.
Fantasy kommt hier auch bald als Buchbesprechung rein – und dann gleich eine Triologie
Bin gespannt.
Und vielleicht schaffe ich es heute auch mal wieder ein paar Seiten zu lesen. Soooo wenig Zeit im Moment, und die, die ich habe, verbringe ich damit, komische Blogs zu lesen …
Das kenne ich *fg*
Ich fands auch nicht so. Besser hingegen: “Großmutter packt aus” von Irene Dische. Das ist tragischkomisch und eine feinere Bettlektüre.
Das habe ich auch mit Genuß gelesen!
Pardon: Em muss heißen “Großmama packt aus”. Ts. Ich wieder.
Hat der Applejünger etwa wieder einen Skandal aufgedeckt?
Ich persönlich lese zwar viel, allerdings nur um Abends abzuschalten, deshalb mehr so Thriller / Spannungsromane. Die sollten allerdings nicht zu flach und schon raffiniert geschrieben sein – wie etwa “Die Therapie” von Sebastian Fitzek
Ich verweigere die Aussage
Hast du es gelesen?
Meine Aussageverweigerung bezog sich auf den Skandal
Und nein, habe ich nicht. Du kannst ja mal in deinem Blog ebrichten, dann hole ich das ggf. nach
Au ja, lassen wir der Frau Quadratmeter eine multiple Persönlichkeit angedeihen..oder besser gesagt, dem Herrn Dr. Borstel. Oder ist es doch Quadratmeter..hmm…Dr Borstel?! Quadratmeter?..Borstel?…Oder ist etwa der AppleJünger eine unterdrückte Persönlichkeit von Frau Quadratmeter..äh..Dr. Borstel? Hach, ist das kompliziert!
Und nun zum Thema Buch: Seichte Bücher können bei Schlafstörungen ausgesprochen dienlich sein! Mögen die Apfelkernen den Lesern einen guten Schlaf beschert haben.
Ich hab es nicht gelesen, weil ich den Titel schon so abschreckend, so “Ich möchte tiefsinnig wirken” fand…