Falsche Veranstaltung
Anmerkung: der folgende Text ist sehr lang und auch nicht gerade das, was man als leichte und sonnige Sonntagslektüre bezeichnen würde. Wer trotzdem lesen möchte, klickt bitte – alle anderen verkrümeln sich in das nächste Straßenkaffee und genießen die Sonnenstrahlen, zackzack
Als Heinz Annette kennenlernt, ist er 32 Jahre alt und hat bereits eine gescheiterte Ehe hinter sich. Jeden Freitagabend wirft er die Alimente für seinen Sohn in einem Umschlag in den Briefkasten. Weshalb dieses Ehe nicht funktionierte, hat Heinz nie wirklich erzählt. Seine Exfrau spricht jedenfalls nicht mehr mit ihm und erzieht den gemeinsamen Sohn so, dass dieser die Straßenseite wechselt, wenn er seinen Vater sieht.
Annette ist 12 Jahre jünger als Heinz und wohnt noch zu Hause bei ihrer Mutter, einer energischen Person, die den besten Grünkohl in ganz Deutschland kocht und in feldwebelartiger Manier ungefragt über die Leben der Menschen um sie herum bestimmt. Annettes Schwester ist vor zwei Jahren ausgezogen und erwartet ihr 2. Kind. Das erste Baby war allerdings „nur ein Mädchen“, und auch bei der zweiten Geburt wird die Mutter maßlos enttäuscht sein. Wieder kein Stammhalter.
Annette und Heinz heiraten, natürlich gegen den Willen ihrer Mutter, die Heinz für einen Hallodri erster Güte hält, und bekommen ein Jahr später ihr erstes und einziges gemeinsames Kind. Thorsten ist der erste männliche Nachwuchs in der Familie, Annettes Mutter ist zufrieden und Heinz zunächst einmal halbwegs rehabilitiert. Als die beiden dann auch noch ein Haus bauen, zwei Autos besitzen und mindestens viermal im Jahr die lange Reise zu den jeweiligen Großmüttern antreten, scheint der Traum von der heilen Familie einigermaßen perfekt zu sein. Nur schade, dass sich kein weiterer Nachwuchs einstellen will. Diverse Anläufe scheitern, doch Thorsten scheint der Geschwistermangel nicht weiter zu stören. Er erobert mit den Kindern aus der Nachbarschaft die viele Landschaft, in der sie alle groß werden und genießt eine unbeschwerte, typische Kindheit mit langen sonntäglichen Autofahrten, kuchenbackenden Omas, Cousinen in seltsam anmutenden Strickkleidern, diversen Haustieren, langen Touren mit dem Bonanza-Rad und einem eigenen kleinen Fernseher in seinem Kinderzimmer.
Das geht lange Jahre so weiter, bis dass sich fast unmerklich die Dinge zu verschieben beginnen. Es sind die kleinen Begebenheiten am Rande, die nur in ihrer Summe erahnen lassen, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Annette, die relativ früh nach Thorstens Geburt wieder ihren Beruf ausgeübt hatte, kommt immer später nach Hause. In Urlaub fahren sie schon lange nicht mehr, weil Heinz mittlerweile so autovernarrt ist, dass mindestens alle 12 Monate ein neues Gefährt in der Garage parkt. Als Heinz einen neuen Kühlschrank kaufen soll, kommt er stattdessen mit einer neuen Stereoanlage zurück, die er von dem gesparten Geld spontan erworben hat. Er verkauft Annettes geliebten Käfer und ersetzt ihn ungefragt durch einen neuen Kleinwagen. Die Küche bleibt nun öfter kalt, weil Annette keine Lust mehr hat zu kochen. Der Kontakt zur Familie wird immer spärlicher, nur Annettes Mutter lässt sich nicht beirren und kommt weiterhin regelmäßig zu Besuch.
Thorsten wird immer häufiger ungefragt Zeuge lautstarker Auseinandersetzungen. In einen Streit gerät er unversehens hinein, und Annette brüllt Thorsten an, dass er ein Unfall gewesen sei, ungewollt und unerwünscht. Er vergisst nie die tränenreiche Umarmung seiner Mutter danach, nie das entsetzte Gesicht seines Vaters. Das Gefühl, dass er von jenem Moment an hat, kann er kaum beschreiben. Dieses Gefühl wird ihn nie wieder verlassen, es ist sein persönlicher Fluch, sein ewiger Begleiter, der sich mal lauter, mal leiser auf sein Herz legt.
Kurze Zeit später verschwindet Annette, und Heinz erklärt Thorsten, dass seine Mutter nun einen anderen Mann so lieb hat wie den Papa. Als sie noch einmal zurück kommt, packt sie ihre persönlichen Habseligkeiten in zwei Koffer, um die Stadt zu verlassen. Sie wird zu ihrem neuen Freund ziehen, der vor dem Haus im Auto auf sie wartet. Als die vollen Koffer im Flur stehen, bedrängen Heinz und Annette Thorsten, bei wem von beiden er denn bleiben möchte. Er entscheidet sich für das, was er kennt und was ihm vertraut ist und erklärt, dass er bei Papa bleiben wolle. Thorsten ist zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt.
In den nun folgenden drei Jahren hört Annette einfach auf zu existieren. Keine Geburtstagskarten, keine Anrufe, keine Geschenke, keine Besuche oder gar Anrufe. Thorsten ist viel zu beschäftigt mit seinem neuen Leben, um diesen Umstand bewusst zu registrieren, denn Heinz ist nicht mehr der Papa, den er bisher kannte. Nachdem Annette ausgezogen ist, betrinkt Heinz sich und erklärt seinem Sohn, er ginge nun in den Wald, um sich zu erhängen. Noch Jahre später erzählen sich die Nachbarn, wie der verrückte Heinz nachts volltrunken im Wald gestanden und sein ganzes Elend lautstark in den Himmel geheult hat. Am nächsten Morgen kocht Thorsten seinem Vater einen Kaffee, und die beiden sprechen kein Wort über das, was in der letzten Nacht geschehen ist.
Nach drei Monaten hört Heinz mit der Trinkerei auf, er wird bis an sein Lebensende keinen einzigen Tropfen Alkohol mehr anrühren. Er krempelt sein gesamtes Leben von einem Tag auf den anderen um und mutiert zum Lebemann. Das passende Auto wird gekauft, der Kleidungsstil verändert, und Thorsten ist Heinz auf einmal sehr im Weg. Heinz gibt Thorsten einen 50-DM-Schein und sagt ihm, das müsse für alles reichen: Essen, Kleidung, Pausenbrote, Schulhefte. Die Küche schließt er ab, weil der Junge ihm die Haare vom Kopf frisst. Schon jetzt steht für Heinz fest, dass sein Sohn kein Abitur machen wird, geschweige denn studieren soll. Er organisiert für Thorsten eine Lehrstelle, die dieser nie antreten wird. Thorsten schleicht sich unterdessen nachts immer zu seinen Freunden in der Nachbarschaft, die für ihn ihr Butterbrot aufbewahrt haben oder ein paar Äpfel aus der Speisekammer. Nach der Schule kauft Thorsten Chips und Orangensaft aus der Tüte, weil das am wenigsten kostet und den Magen am besten füllt. Heinz hat unterdessen ständig Damenbesuch, und Thorsten muss in seinem Zimmer bleiben, damit er nicht stört. Die Damen wechseln alle paar Wochen. Wenn Thorsten Glück hat, lernt er die eine oder andere einmal kennen. Er erinnert sich an diverse gut riechende Wesen, die ihn in ihr Herz schließen und Heinz Vorhaltungen machen, wie verkommen sein Junge denn aussehe. Manchmal wird er dann auch tatsächlich ins Auto verfrachtet und bekommt eine neue Hose oder einen Pullover.
Dann taucht Annette plötzlich wieder auf. Sie hat sich sehr verändert, ist aufgedunsen und raucht sehr stark. Sie lädt Thorsten ein, sie und ihren neuen Mann in den Ferien zu besuchen. Für Thorsten ist es das Paradies auf Erden: regelmäßige Mahlzeiten, keine abgeschlossenen Zimmer, und Annettes neuer Mann gibt sich große Mühe, mit ihm Freundschaft zu schließen. Während seines Besuches gehen sie zum Anwalt, um eine Formalität zu klären. Thorsten soll ein bisschen was erzählen und auch ein Blatt Papier unterzeichnen. Später stellt sich heraus, dass damit ein Prozess auf Unterhalt in Gang gesetzt worden ist, der sich Jahre hinziehen wird. Auf einmal gibt es ein Treffen zwischen Heinz, Annette und Annettes neuem Mann. Man geht im besten Lokal der Stadt essen, und plötzlich wohnt Thorsten bei seiner Mutter.
Der Kontakt zu Heinz ist eingeschlafen, und Thorsten genießt sein neues Leben in vollen Zügen. Das Glück ist aber nur von kurzer Dauer, denn auch Annette und ihr neuer Mann wollen nicht, dass Thorsten bis zum Abitur zur Schule geht. Geld soll er verdienen, möglichst schnell, und irgendeine Ausbildung anfangen. Thorsten gondelt vollkommen orientierungslos durch sein Leben und weiß nicht, was er nun tun soll. Er fängt viele Dinge an, nichts davon bringt er zu Ende. Was aber viel verheerender ist: Thorsten entdeckt, dass Annette und ihr neuer Mann trinken. Morgens muss er für die beiden Nachschub organisieren, damit das Zittern in den Händen aufhört. Er weigert sich, ein einziges Mal. Daraufhin ohrfeigt ihn Annettes neuer Mann so heftig, dass Thorsten einen Tinnitus zurückbehalten wird. In der Nacht zu seinem 18. Geburtstag zieht Thorsten heimlich aus, nimmt nur das Nötigste in einer Sporttasche mit und zieht zunächst bei Freunden ein.
Weitere drei Jahre später. Thorsten hat seine eigene Wohnung, viele Bekannte und auch ein paar Freunde, eine Freundin, einen Job. Er hat im Laufe der Jahre viel für sich sortieren können; seine Großmutter, die Schwester seiner Mutter und seine Cousinen erzählen ihm, wie es damals war, und so setzt er sich sein eigenes Bild zusammen. Von zwei Menschen, die nicht zueinander passten, deren Naturell zu unterschiedlich, der Altersunterschied zu groß war. Er realisiert, dass beide Schuld hatten an dem, was geschehen ist. Und dass er unfreiwillig zwischen die Fronten geraten war. Besonders schmerzhaft ist für ihn der Umstand, dass seine Mutter ihn nicht nur nicht haben wollte, sondern aktiv diverse Versuche unternommen hat, die Schwangerschaft vorzeitig zu beenden. Thorsten wird nie wieder mit seiner Mutter reden, zu tief sitzt das Gefühl von Verrat und Fassungslosigkeit. Annette hört in Thorstens Welt einfach auf zu existieren. Er beschließt, mit Heinz Kontakt aufzunehmen.
Aber Heinz, stur und stolz wie eh und je, will mit Thorsten nicht sprechen. Das Haus hat er verkaufen müssen und ist mittlerweile zum dritten Mal verheiratet. Thorsten fährt zurück nach Hause, er ist maßlos enttäuscht, aber er ist es auch müde, Dingen hinterher zu laufen, die offenbar nicht nur nicht sein sollen, sondern auch nie gewesen sind. Und so lebt er sein Leben, Jahr um Jahr, mal weniger erfolgreich, mal mehr. Er ist einer von vielen, und genau das macht es für ihn so besonders. Er ist froh, dass er, allen Widrigkeiten zum Trotz, ein normaler Mensch geworden ist, dem man niemals anmerken würde, dass bei ihm in jungen Jahren einige Dinge nicht gerade comme il faut verlaufen sind. Einmal noch trifft er seine Mutter, unerwartet und unangekündigt bei einer der wenigen Familienfeiern, die noch stattfinden. “Ist doch alles noch mal gutgegangen”, sagt sie bei seinem Anblick. Er dreht sich einfach um und verlässt den Raum.
Weitere Jahre vergehen. Und dann klingelt eines Abends das Telefon. Thorstens Frau gibt ihm das Telefon und sagt mit einem seltsamen Gesichtsausdruck: “Für dich. Er hat den gleichen Nachnamen wie du.” Auch Thorsten realisiert erst nach einigen Minuten, dass es sein Vater ist, mit dem er gerade telefoniert. Wie Fremde erzählen sie einander, was in ihrer beider Leben alles passiert ist. Und Heinz fragt Thorsten etwas, was zu seiner Standard-Eröffnungsfrage bei jedem Telefonat, jeder Mail und jedem Treffen wird: “Hast du etwas von deiner Mutter gehört?”.
Nach vielen Telefonaten beschließen Heinz und Thorsten, dass sie sich treffen wollen. Thorsten fährt zu diesem ersten Treffen alleine und mit einem sehr undefinierbaren Gefühl im Bauch. Heinz holt ihn am Bahnhof ab. Er sieht eigentlich so aus wie früher, nur etwas kleiner und schlohweiß ist er geworden. Die beiden reden zwei Tage lang über alles, was war. Und Thorsten begreift, dass Heinz nie aufgehört hat Annette zu lieben. Und dass alle Gespräche dieser Welt nichts wieder gutmachen können. Er ist maßlos enttäuscht. Heinz ist einfach nur noch alt und müde. Die großen Lippenbekenntnisse bleiben aus, die wortreichen Entschuldigungen und Rechtfertigungen auch. Heinz hat, wie wohl jeder der Beteiligten, seine ganz eigene Sichtweise der Dinge, die er im Laufe der Jahre immer weiter verfeinert und ausgebaut hat. Heinz ist einfach nur froh, dass Thorsten wieder Teil seines Lebens ist und versucht, zur Normalität überzugehen. Er gibt bei seiner Frau, Freunden und ehemaligen Kollegen mit seinem erfolgreichen Sohn an. Fast täglich ruft er an, in regelmäßigen Abständen nimmt er die lange Anreise in Kauf, um Thorsten und seine Familie zu besuchen. Er überschüttet seinen Sohn, dessen Frau und die Kinder mit teuren Geschenken, was Thorsten sehr unangenehm ist. Über das, was damals alles geschehen ist, sprechen sie nach ihrem ersten Treffen nicht mehr. Heinz wiegelt ab, wechselt das Thema, beschönigt und leugnet, schiebt die Schuld auf Annette und seine Schwiegermutter.
Zwei Jahre später stirbt Heinz vollkommen überraschend an einem Herzinfarkt. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass das für alle unerwartet kam, außer für Heinz. Er hatte niemandem von seinen Beschwerden und Arztbesuchen erzählt, die er dann einfach eingestellt hat. Eine Woche vor seinem Tod hatte er seiner Frau vorab ihre Geburtstagsgeschenke gegeben, was diese verwundert zur Kenntnis nahm, aber nicht weiter hinterfragte.
Thorsten fährt mit seiner Frau zur Beerdigung. Das Getuschel hinter seinem Rücken ist für ihn kaum zu ertragen. Das ist doch der Sohn, der so lange weg war. Die, die ihn direkt ansprechen, fragen ihn alle, ob er eigentlich noch mal was von seiner Mutter gehört habe. Als der Pfarrer seine Predigt hält, erzählt er von einem Mann, der Thorsten völlig fremd ist. So fremd wie ein Großteil der Menschen auf dieser Beerdigung. Heinz’ neue Frau steht beim anschließenden Leichenschmaus im Mittelpunkt des Geschehens. Und ihr Sohn aus erster Ehe erzählt mit feuchten Augen, was für ein guter Vater der Heinz ihm immer gewesen sei. Thorsten sitzt mit seiner Frau in einer Ecke, gemeinsam mit einem Jugendfreund von Heinz. Thorsten bedankt sich höflich für die Einladung, doch einmal zu Besuch zu kommen und weiß schon jetzt, dass es für ihn nach dem heutigen Tage keinen Grund mehr gibt, jemals wieder hierher zurück zu kehren. Er verabschiedet sich leise von Heinz’ neuer Frau und ihrem Sohn und verlässt den Saal wie einer, der sich auf die falsche Veranstaltung verirrt hatte.


Es ist erstaunlich, wieviel “Schreckliches” in einen so kurzen Text passt!
Trotz ihrer Jugend schaffen es immer wieder Menschen zu, oberflächlich betrachtet, “normalen” Menschen aufzuwachsen. Die Schäden die entstanden sind kommen dann oft erst während einer Beziehung zu tage.
…ich brauche keine Sonntags-Lektüre, ich mag keine Sonntage
Schluck… eine sehr ergreifende Geschichte.
In dieser finde ich mich in Teilen wieder….
Ach herrje. Nix für einen unbeschwerten Sonntag. Aber hier scheint eh nicht die Sonne.
Eine Geschichte, wie sie das Leben x-fach immer wieder aufs Neue schreibt.
Da erkennen sich sicherlich viele Menschen in Teilen oder komplett wieder.
Mir fehlt allerdings eine Sache: Was ist mit Thorsten? Lebt er SEIN Leben oder ist er ebenso beeinflusst und hat gewisse negative “Allüren”?
Da weiß man gar nicht, was man kommentieren soll. Sowas hast du vermutlich nicht aus schriftstellerischen Drang erfunden, mhm?
Das glaube ich auch nicht… da steckt weitaus mehr dahinter…
@Benno: Nein, habe ich nicht ( siehe auch http://quadratmeter.wordpress.com/was-hier-steht ). Ich fand es nur so ungeheuerlich, dass ich es einfach aufschreiben MUSSTE.
@Wortman: Ich kann dir diese Frage nicht beantworten, ich kenne den Menschen nicht gut genug, um das wirklich beurteilen zu können. Und: willkommen!
Danke für den Willkommensgruss
Auch wenn man ihn nicht beurteilen kann, du wirst schon deine Gründe haben, warum du es so präsentierst
Ich wiederhole es gerne noch einmal: es ist eine Vita, die mir erzählt wurde und die ich hier so wiedergebe. Ich habe in meinem Beruf sehr viel mit Menschen zu tun, und die erzählen mir nun mal von sich.
Hm, ein Text, der einen sehr nachdenklich macht. Und der einem aufzeigt, dass das eigene Leben doch nicht so schlimm ist, wie man eigentlich denkt
Ich danke meinen wunderbaren Eltern für alles, was sie bisher für mich getan haben. Für eine schöne Kindheit, (ich denke) gute Erziehung und dass sie immer für mich da waren und nach wie vor sind, wenn ich sie brauche bzw mich nach wie vor in allem unterstützen. Vielen Dank dafür!
Chris, ich schliesse mich dein Worten an. Und zwar sowas von!
Ich muss gestehen das ich hierher nochmal zurück kommen muss weil meine Zeit heute nicht reicht, trotzdem schönen Sonntag noch
Und jeder hat sein Rucksäckchen zu tragen… Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich auf der Strasse Menschen beobachte und mich frage, mit welcher Geschichte ihr Rucksack befüllt wurde. Und ja, ich bin überzeugt, dass diese Geschichte keine einmalige Sache ist! Umso eindrücklicher ist es, wie betroffene Menschen gegen “Aussen” ihre Hülle bewahren – im “Innern” muss es aber kochen und brodeln. Hat Thorsten die Möglichkeit Dampf abzulassen? Tut er und will er es?
…
Klasse geschrieben – wie immer! Man möchte Heinz und Annette einfach nur schütteln, um ihnen klar zu machen, was sie Thorsten angetan haben!
Traurige Geschichten die das Leben schreibt, aber die Du wunderbar in Worte fasst, trotz des nicht so wunderbaren Inhalts.
Eine traurige Geschichte, die zum Nachdenken anregt, großartig geschrieben. Alles, was uns im Leben passiert, macht uns zu dem, was wir sind; ich mag mir nicht ausmalen, was für ein Mensch ich wäre, wenn ich eine solche Jugend verlebt hätte. Ich bezweifle, dass ich danach auch nur annähernd ein so normales Leben führen könnte. Die Geschichte passt übrigens gut zu dem trüben Wetter, dass hier im Moment herrscht …
Hallo Frau Quadratmeter,
nun bin ich das erste Mal hier bei Ihnen und das allererste, was ich lese, ist diese Geschichte hier.
Schwer zu ertragen, wundervoll geschrieben, eine Herbstgeschichte fürwahr, nichts, was man lesen sollte, wenn man sowieso schon depressiv ist.
Ich hab sie trotzdem gelesen.
Und es wird nicht das Letzte gewesen sein, hier, bei Ihnen.
Willkommen
Es gibt auch leichter Verdauliches hier, versprochen!
Eine schlimm-schöne-brutale Geschichte, ich habe sie gleich 2 Mal lesen müssen.
Kein Kind sollte so behandelt werden. Sonst ist alles gesagt.
Meinen Respekt vor dieser Schreibe liebe m², aufrichtigen Respekt!