Wahlen olé
Ich mag langsam nicht mehr. Ich bin derzeit umzingelt von Menschen, die Wahlplakate an Bäume pappen, Wahlprogramme verteilen oder sonstwas Wichtiges in diesem Zusammenhang zu tun haben. Dagegen ist ja auch gar nichts einzuwenden.
Was ich aber nicht mehr hören kann, sind die Menschen, die mir alle meinen unaufgefordert erklären zu müssen, wieso ausgerechnet ihre Partei die einzig Glücklichmachende ist. Da wird über Kulturpolitik monologisiert, über die gegnerische Fraktion hergezogen, die Lokalpolitik der letzten 30 Jahre im Schnelldurchlauf auseinandergenommen – und ich dazwischen. “Ich habe ja IMMER schon gesagt…. Als damals der Ratsbeschluss gefasst wurde, war doch schon klar… Und man SIEHT doch, wo wir heute in der Sache stehen…” Ich möchte doch bitte eigentlich nur fix Fotos machen, Verträge besprechen, Termine abstimmen. Ich möchte mich nicht dazu äußern, wie ich den Dr. Dingsbums finde, will nicht darüber räsonieren, wie die komische Frau Klickerklacker sich so lange als Dezernentin im Amt halten konnte und es ist mir - bitte entschuldigen Sie vielmals – auch zu doof, mich darüber auszulassen, wer warum auf die Idee kommen könnte, die Piratenpartei zu wählen.
Momentan fühle ich mich wie eine Eckkneipe auf zwei Beinen.

